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10 Wege um deine Verdauung zu verbessern

Im Ayurveda ist die Verdauung von größter Bedeutung für unsere Gesundheit. Funktioniert die Verdauung optimal, wird unser Stoffwechsel und das Immunsystem stärker, wir sind energischer, schlafen gut und wir vermindern die Gewichtszunahme. Haben wir eine schwache Verdauung, neigen wir zu Blähungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Verstopfung, Durchfall, Schlaflosigkeit, geringe Libido, Entzündungen, Sodbrennen, Reizdarm oder gar Diabetes.

Hier sind ein paar Tipps, wie ihr eure Verdauung verbessern, den Stoffwechsel antreiben und euer Immunsystem stärken könnt:

1. Beginne den Tag mit einem Glas warmem Wasser. Dein ganzes System und die Darmtätigkeit werden angekurbelt. Es regt den Nierenstoffwechsel an, reinigt den Magen-Darm-Trakt und spült Gifte aus.

2. Esse nur, wenn du wirklich Hunger hast. Hast du keinen Hunger, ist dein Körper nicht bereit für Essen und du wirst Schwierigkeiten haben zu Verdauen.

3. Schiebe das Essen nicht auf, wenn du hungrig bist. Verspürst Du Hunger, ist das ein Zeichen dafür, dass Dein Körper Verdauungssäfte produziert. Dein Körper wird diese Säfte für 30 Minuten im Dünndarm behalten. Danach werden sie in den Dickdarm gespült und an deinen Blutkreislauf abgegeben. Dies kann zu einer Übersäuerung führen.

4. Bringe Routine in deine Mahlzeiten.  Isst du jeden Tag zur selben Uhrzeit, wird sich dein Körper dieser Regelmäßigkeit anpassen. Dies ist u.a. wichtig für Vata & Pitta Doshas.

5. Nehme dir genügend Zeit zum Verdauen. Versuche nicht zu Essen, wenn die vorherige Mahlzeit noch nicht verdaut ist. Mache zwischen jeder Mahlzeit drei bis sechs Stunden Pause.

6. Snacks und kleine Zwischenmahlzeiten solltest du nur zu dir nehmen, wenn du wirklich sehr hungrig bist. Solltest du häufig unbewusst Nahrung zu dir nehmen, schadet das deinem Verdauungssystem.

7. Früchte sollten am besten pur und bei Raumtemperatur gegessen werden. Sie werden schnell verdaut – wenn du Früchte also mit anderen Nahrungsmitteln mischt, verlangsamt dies deren Aufnahme und es entstehen Faulsäfte im Darm. Es enstehen Gase und man fühlt sich aufgebläht. Es ist deshalb ratsam, Früchte wenn möglich nicht mit anderem Mahlzeiten zu kombinieren (ein Greisbrei mit Himbeeren schmeckt zwar lecker, ist dennoch nicht optimal).

8. Vermeide gefrorene Getränke und Nahrungsmittel. Kaltes Essen und Getränke vermindert das Verdauungsfeuer und behindern die Verdauung.

9. Esse bis du dreiviertel voll bist. Du solltest den Esstisch nie hungrig oder zu voll verlassen. Zu viel Essen überfordert den Verdauungs-Trakt.

10. Übe Achtsamkeit beim Essen (Sadhana). Esse in einer ruhigen Atmosphäre. Nehme dir genügend Zeit und setzte dich zum Essen hin. Es wird dich entspannen und dir helfen besser zu verdauen. Wenn du während dem Essen arbeitest, liest, fernsiehst oder viel redest, lenkt es deinen Körper und Geist ab. Es nimmt dir die Fähigkeit zu spüren, wann das Völlegefühl einsetzt.

Der Darm ist ein vegetatives Nervensystem, es steuert viele lebenswichtige Körperfunktionen. Dazu gehört zum Beispiel die Atmung, die Verdauung und der Stoffwechsel. Übergeordnete Zentren im Gehirn und Hormone kontrollieren unser Nervensystem. Gemeinsam mit dem Hormonsystem sorgt es dafür, dass die Organe gut funktionieren. Da unser Darm sehr empflindlich ist, wirken sich Stress, Überlastung, Krankheit und psychische Probleme häufig auf unsere Verdauung aus.

Solltest auch Du Probleme verspüren, will dich dein Darm vielleicht auf etwas hinweisen – schenke ihm Aufmerksamkeit und höre zu.

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